Happy Birthday Küchenironie…

Heute vor einem Jahr erschien der erste Beitrag auf Küchenironie! Das alleine ist schon ein Grund zur Freude, denn in unserer schnelllebigen Zeit erleben ja nur noch wenige Dinge ihren ersten Geburtstag. Social convention dictates, an dieser Stelle einen Geburtstagskuchen und einen Rückblick auf die bisherigen Highlights.

Ursprünglich sollte Küchenironie ein Kochbuch werden, genauer gesagt eine Sammlung von Rezepten für  Geburtstagskuchen. In unserer Familie wird zu jedem Geburtstag ein zum Geburtstagskind passender Kuchen gebacken. Dabei sind mit den Jahren interessante Werke entstanden:

Im ersten Beitrag vor einem Jahr „How to streusel your children“ konnte man die Idee der Geburtstagskuchen zumindest noch erahnen, und auch sonst ging es in den ersten Beiträgen beinahe um Kochrezepte. Eines davon hat es sogar bis zu einem Eintrag bei Chefkoch.de gebracht.

Schnell wurde aber klar, dass ich

  1. nicht wirklich Ahnung vom Kochen habe, geschweige denn, darüber dauerhaft schreiben kann und
  2. dieser Ansatz ein enormes gesellschaftliches Risiko birgt.

Es gibt nämlich ganz viele Leute, die das Thema Kochen und Ernährung sehr ernst nehmen und mit Hingabe und Liebe viele tolle Seiten über Essen, Kinder und den ganzen Rest schreiben.

Wenn nun aber diese Menschen bei Google nach „lustigen Kindergeburtstagskuchenrezepten“ suchen und dann nichtsahnend auf einmal hier landen, könnte dies einen traumatischen Schock auslösen und psychotherapeutische Behandlungen in Millionenhöhe notwendig machen. Zwar weise ich im Disclaimer eindeutig auf alle Gefahren hin, aber wir wissen ja: Wer liest schon AGBs.

Kurzum: Kochbücher können andere Menschen besser schreiben. Daher folgten den ersten Rezepten bald auch ernsthaftere Töne, teilweise sogar frei von Ironie.

Wenig überraschend zeigte sich alsbald, dass „noch so einem Blog im Internet“ kaum jemand bemerkt, geschweige denn ihn liest.  Zeit also, ein bisschen Werbung zu machen. Dies führte zu einer der schönsten Ideen, die ich in den letzten Jahren hatte: Auf Poetry Slams könnte ich meine Texte vortragen und so Leser für Küchenironie finden.

Mein erster Auftritt war im März beim „41. Krone Slam”. Dort war es mit einem Wort: Großartig! Schnell wurde Poetry Slam zu einer Leidenschaft – böse Zungen sprechen von Besessenheit. Seitdem durfte ich über 30 Mal auftreten, teilweise vor mehr als 600 Zuschauern. Das hat mir sogar schon ein Titelfoto in der lokalen Presse beschert. Eigentlich wollte der Fotograf an dem Abend nur schnell nach Hause, und ich war halt der erste Poet auf der Bühne. Aber man nimmt, was man kriegt.

Der Krone Slam wurde auch zur Wiege der Geburtsberichte: Jedes Mal, wenn ich ein Kind kriege, schreibe ich einen Text darüber. Im Laufe der Jahre wurde so aus einem Text … eine Trilogie … in fünf Bänden. Inzwischen gibt es die vollständige Serie zum Nachhören!

Im August folgte das nächste Highlight: Zusammen mit Kind 2 (Zeichnungen) und Kind 3 (digitale Bildbearbeitung) entstand mein erster Poetry Clip zum Text „Wie macht ihr das bloß?“.

Mittlerweile gibt es Küchenironie auf allen gängigen Kanälen von Podcast und Twitter über YouTube und Vimeo bis Facebook. Auch ein klassischer Newsletter per EMail ist natürlich mit dabei. Hast Du Dich schon angemeldet?

Das selbstgesteckte Ziel von 100.000 Lesern bis zum Jahresende werde ich nach aktuellen Prognosen wohl knapp verfehlen. Ein vorübergehender Softwarefehler und Knick in der Zeitachse der YouTube-Server zeigte aber schon, wie es weitergeht. Aufgenommen am 23. September dieses Jahres:

Mit diesem Ziel vor Augen, werde ich natürlich auch weiterhin Texte schreiben und auf deutschen Bühnen auftreten. Wohin das führt, weiß ich noch nicht. Aber wie bei den meisten wirklich schönen Dingen gilt auch hier: Der Weg ist das Ziel! Kommt ihr mit?

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