Augen zu und durch

Heute war Familienausflug, so richtig zu siebt, alle zusammen – spazieren gehen im schönsten Sonnenschein. Natürlich liefen wir auch diesmal nur, bis der wohlbekannte Ruf erklang: „Kletterbaum voraus!“ Schon erkundeten die Kleinen das Geäst und der Rest genoss ein Picknick auf der Wiese. Kurzum, es war einer der Tagen, an denen man sich denkt: So soll es sein!

Das Idyll wurde von unserem Jüngsten unterbrochen, der sich beim Klettern auf der Handfläche eine Blase aufgerissen hatte. Kennt man, ist unangenehm, brennt. Entsprechend war der Sohn am Jammern. Da wir aber vergessen hatten, ausreichend Mitleid einzupacken, konnten wir ihm nicht viel helfen. Immer noch jammernd schlug der Jüngste vor: „Wenn wir Pflaster hätten, müsste ich die Blase nicht mehr sehen! Dann täte es bestimmt auch nicht mehr weh.“

Eine gute Idee! Pflaster hatten wir dabei und tatsächlich: Sobald der Sohn die Wunde nicht mehr sehen konnte, war er wieder glücklich. Fröhlich und zufrieden konnten wir den Spaziergang fortsetzen.

Unangenehm wurde es nur nochmal, als wir zu Hause die beiden Pflaster wieder abmachten: Sie hatten sich nämlich in den Augenbrauen verklebt. Aber die eigenen Augenbrauen kann man ja auch ohne Pflaster nicht sehen. Deshalb hat es auch nicht lange weh getan…

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